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Projekt Garten – diese Pflanzen gehören im Frühling besonders gepflegt

PowerPlus HeckenscherenMit den ersten warmen Tagen beginnt das Gartenjahr. Endlich zieht wieder Leben ein in die tristen Beete. Im Frühling plant der Hobbygärtner für die kommenden Monate und legt fest, was er anpflanzen und anbauen möchte. Einige Arbeiten sind im Frühjahr in jedem Fall zu erledigen und einige Pflanzen brauchen in diesen Tagen unsere besondere Aufmerksamkeit.

Die Bestandsaufnahme

Projekt Garten – diese Pflanzen gehören im Frühling besonders gepflegtNach dem Winter führt ein Rundgang durch den noch tristen Garten. Erste Überlegungen werden angestellt. Steht eine Umgestaltung des Areals an, sind Hobbygärtner vor eine Herausforderung gestellt. Die Anlage neuer Beete, der Bau einer Terrasse, das Aufstellen von Hochbeeten oder die Erweiterung der grünen Oase um einen Gartenteich sind mögliche Optionen für die kommenden Monate.

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Viele Pflanzen in den Beeten zeigen bereits erste Triebspitzen. Dies ist ein gutes Zeichen, denn sie haben die kalte Jahreszeit unbeschadet überstanden. Erfrorene Gewächse werden entfernt. Ebenso werden die Beete von Laubresten, Steinen und Unkraut gesäubert.

Die Bodenvorbereitung als Wachstumsgrundlage

Damit in den nächsten Wochen und Monaten die Pflanzen üppig wachsen und zum Blühen gebracht werden können, ist neben dem passenden Standort der Zustand des Bodens wichtig. Wurde versäumt, die Erde im Herbst gründlich umzugraben, ist dies nun nachzuholen. Unkraut und Wurzelreste werden dabei entfernt. Anschließend kann magerer Boden durch die Zugabe von Kompost oder Hornspänen aufgewertet werden. Dieser organische Langzeitdünger kann die Pflanzen über den Sommer mit Nährstoffen versorgen. Meist ist kein erneutes Nachdüngen nötig.

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Tipp: Bevor mit dem Pflanzen begonnen wird, sollte das vorbereitete Substrat einige Wochen Ruhezeit erhalten.

Garten- und Heckenschere in Aktion

Bäume, Sträucher und Hecken dürfen im Frühling nicht vernachlässigt werden. Damit sie kräftig austreiben und nicht verkahlen, müssen die Pflanzen zurückgeschnitten werden. Dies geschieht im zeitigen Frühjahr, wenn die Knospenbildung noch nicht eingesetzt hat. Für den Rückschnitt von Obstbäumen und Ziersträuchern wird ein trockener und frostfreier Tag gewählt.

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Es werden tote und erfrorene Triebe entfernt. Dünne Äste werden ebenfalls gekürzt. Dabei kann bis in den verholzten Bereich der Pflanze zurückgeschnitten werden. Achten Sie auf eine scharfes Heckenscheren-Modell. Diese erzeugt gerade Schnittkanten, die gut verheilen. Stumpfe Messer dagegen reißen die Schnittkante auf und bieten Pilzen und Bakterien eine Eintrittspforte. Hecken sind ausgesprochen vielseitig und können als Zierelement, Sichtschutz und Begrenzung zum Nachbargrundstück fungieren. Wann zur Heckenschere gegriffen werden darf, gibt das Bundesnaturschutzgesetz vor.

Achtung: In der Zeit zwischen 1. März und 30. September ist der Heckenschnitt nicht erlaubt.

Während dieser Zeit suchen die Gartenvögel nach Brutplätzen und bauen ihre Nester nicht selten in dicht gewachsene Hecken. Bevor im Vorfrühling mit der Arbeit begonnen wird, sollten Sie kontrollieren, ob nicht bereits ein Vogel im Geäst Quartier bezogen hat. In Koniferen sind die Nester meist nur schwer auszumachen und besonders gut getarnt.

Es wird bunt im Beet

Mit der Aussaat der ersten Pflanzen kann bereits im März begonnen werden. Die Pflänzchen können auf der Fensterbank vorgezogen werden. Dies geschieht in flachen Pflanzgefäßen, welche gleichmäßig feucht gehalten werden. Eine Abdeckung aus Glas oder Folie beschleunigt den Austrieb. Wenn Mitte Mai keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, dürfen die Pflanzen ins Freiland gesetzt werden. Einige Samen sind weniger empfindlich und können auch direkt in den wie beschrieben vorbereiteten Boden gesät werden. Dazu zählen Ringelblumen oder Kornblumen.

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Umzug für die Kübelpflanzen

Die letzten Monate haben die Kübelpflanzen in ihrem Winterquartier verbracht. Dort wurden sie häufig etwas vernachlässigt. Daher bedürfen die im Pflanzgefäß kultivierten Pflanzen im Frühling besonderer Aufmerksamkeit. Noch im Winterquartier und vor dem Austrieb erhalten die Pflanzen einen Verjüngungsschnitt. Bevor der Austrieb beginnt, werden alte Triebe zurückgeschnitten. Der Rückschnitt im Frühling ist von Vorteil, weil Schnittwunden durch den einsetzenden Austrieb viel schneller abheilen und die Pflanze weniger Schaden nimmt.

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Tipp: Bei Geranien oder Fuchsien entwickeln sich über den Winter häufig dünne und lange Triebe, die gekürzt werden sollten, um die kompakte Wuchsform zu erhalten.

Kübelpflanzen steht nur wenig Substrat zur Verfügung, welches sich entsprechend schnell verbraucht. Meist ist auch das Pflanzgefäß zu klein geworden. Dies ist daran zu erkennen, dass die Wurzelenden bereits aus dem Gefäßboden ragen. Bevor der Umzug in den Garten erfolgt, steht das Umpflanzen der Gewächse an. Dabei wird ein neues, größeres Pflanzgefäß gewählt und das Substrat wird komplett ausgetauscht.

Umpflanzen – die Vor- und Nachteile

Die Vorteile des Umpflanzens:

  • größeres Pflanzgefäß
  • frisches Substrat
  • besseres Wachstum
  • mehr Blüten

Die Nachteile des Umpflanzens:

  • Wurzeln können verletzt werden
  • mehr Platzbedarf durch größeres Pflanzgefäß
  • Pflanzgefäß und Substrat werden benötigt

Ist die Erde gut durchfeuchtet, gelingt es am einfachsten, die Pflanzen aus dem Kübel zu entfernen. Es kann aber auch vorkommen, dass die Pflanze derart fest im Topf sitzt, dass die Gefäße zerschlagen oder zerschnitten werden müssen, um die Wurzeln nicht zu verletzen.

Rosen im Fokus

Einer alte Gärtnerregel folgend werden Rosen beschnitten, wenn die Forsythien blühen. Die gelben Blüten zeigen sich meist zwischen März und April. In jedem Fall darf bei der Pflanzung kein strenger Frost mehr herrschen. Geschnitten wird wenige Millimeter oberhalb einer nach außen weisenden Knospe. Damit sich kein Wasser in der Schnittkante sammelt, ist die Rosenschere schräg anzusetzen.

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Abhängig von der Rosenart gibt es einiges zu beachten:

Rosen Art Erläuterung
Beet- und Edelrosen
  • Rückschnitt auf 15 bis 20 cm
  • drei bis fünf Augen werden belassen
Strauchrosen
  • einjährige Triebe um ein Drittel kürzen
  • mehrjährige Triebe auf drei bis fünf Augen zurückschneiden
  • alte und schwache Triebe entfernen
Kletterrosen
  • Triebe leicht kürzen
  • alte Triebe komplett entfernen

Die Pflege der Frühblüher

Die Frühblüher gelten als erste Farbtupfer im Gartenbeet und werden meist mit Spannung erwartet. Sie gedeihen meist ohne aufwendige Pflege, sollten jedoch nicht vernachlässigt werden.

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Frühblüher Blütezeit Pflegehinweise
Hyazinthen April bis Mai
  • sonniger Standort
  • Nährstoffreicher Boden
  • gut gießen
Krokusse Januar bis April
  • sonniger Standort
  • sandiger Boden
  • trockener Boden
Winterlinge Februar bis März
  • lockerer Boden
  • nährstoffreicher Boden
  • keine Staunässe
Tulpen April bis Mai
  • sonniger Standort
  • gut gießen
Primeln Februar bis Mai
  • sonnig bis halbschattig
  • nährstoffreicher Boden

Damit die Pflanzen Kraft für die nächste Blütezeit tanken und ausreichend Nährstoffe einlagern können, werden sie nach der Blüte noch nicht zurückgeschnitten. Der Rückschnitt erfolgt erst, wenn die Blätter farblos und vertrocknet erscheinen.

Tipp: Die Düngung der Zwiebelblumen im Frühling ist von Vorteil für ein kräftiges Wachstum im kommenden Gartenjahr.

Bildnachweise: Adobe Stock / scaliger, Amazon / PowerPlus

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